Moderne Erziehung ohne klassische Strafen - Ein Vater setzt auf Konsequenzen
Datum: 02. Januar 2024
In vielen Familien ist der Umgang mit Fehlverhalten der Kinder geprägt von klassischen Strafen
wie Hausarrest, Handyverbot oder Fernsehsperren. Doch nicht so bei Familie Merten. Hier
setzt Vater Markus Merten auf einen alternativen Erziehungsansatz, der auf Konsequenzen
basiert, jedoch ohne drastische Strafen auskommt.
Markus Merten gesteht offen ein, dass es Momente gibt, in denen er am liebsten auf den Tisch
hauen und mit beinharten Strafen um sich werfen möchte. "Manch einer schlägt die Hände
über dem Kopf zusammen, wenn er erfährt, dass es bei uns noch nie Hausarrest, Handy- oder
Fernsehverbot gab. Auch aufs Zimmer schicke ich meinen Nachwuchs nicht. Generell halte ich
von Erziehung, die auf nicht nachvollziehbaren Strafen basiert, nicht viel", erklärt Merten.
Eine aktuelle Diskussion zu diesem Thema entstand auf Facebook, als eine Mutter betonte, dass das Konfiszieren des Handys eine Konsequenz und keine
Strafe sei. Dieser Ansatz basiert darauf, dass die Konsequenz immer im Zusammenhang mit dem Fehlverhalten stehen sollte. "Wenn der Sprössling über
das Handy nur Unsinn macht, sich nicht an Zeiten hält, usw., dann wird eben das Handy eingekassiert. Das ist die Konsequenz aus diesem Verhalten", sagt
die Mutter.
Sie betont, dass Strafen wie Hausarrest völlig aus dem Zusammenhang gerissen und irrsinnig seien, wenn das Fehlverhalten nicht im Kontext steht. Als
Beispiel nennt sie einen verspäteten Nachhauseweg. Statt das WLAN zu kappen, setzt sie auf eine zeitliche Einschränkung, sodass der Sprössling die
verspätete Zeit am nächsten Tag früher zu Hause sein muss. Diese Art der Konsequenz führt dazu, dass das Kind überlegt, ob es sich beim nächsten Mal
zweimal überlegen sollte, zu spät nach Hause zu kommen.
Markus Merten und die Facebook-Mutter vertreten die Ansicht, dass eine moderne Erziehung nicht nur auf Bestrafung setzen sollte, sondern vielmehr
darauf, den Kindern die Konsequenzen ihres Handelns aufzuzeigen und ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übertragen. So schaffen sie
eine Atmosphäre des Verständnisses und fördern das eigenverantwortliche Denken der Kinder. In der heutigen Zeit, geprägt von ständigem Wandel, sehen
sie diesen Ansatz als zeitgemäß und wirkungsvoll an.